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Welche Rollen sind entscheidend?

Während des Lebenszyklus eines Föderalen IT-Standards sind naturgemäß verschiedene Rollen mit diesem befasst. Auf dieser Seite stellen wir sie Ihnen in der Reihenfolge ihres Auftretens vor.

Die folgende Grafik dient als Schnellnavigation zu den Rollenabschnitten. Alternativ können Sie direkt per Textlink springen:

Anforderungs-manage-mentIT-Architektur-boardUmsetzungs-verant-wortlicheBetreiberStandardi-sierungs-boardBedarfs-träger
Erklärtext für Infografik

Die Infografik ordnet die zentralen Rollen im Lebenszyklus eines Föderalen IT-Standards:

  1. Bedarfsträger
    identifizieren und melden Standardisierungsbedarfe
  2. FIT-SB
    bewertet Bedarfe und entscheidet über die Umsetzung
  3. Umsetzungsverantwortliche
    steuern die Realisierung des Standards in der Umsetzungsphase
  4. IT-Planungsrat (IT-PLR)
    prüft und genehmigt entwickelte IT-Standards und entscheidet über die Finanzierung des Regelbetriebs
  5. Betreiber
    überführt den IT-Standard in den Regelbetrieb und verantwortet den Betrieb
  6. FITKO
    koordiniert die Standardisierungsagenda und das Zusammenwirken der Rollen

Bedarfsträger

Ein Standardisierungsbedarf wird durch einen Bedarfsträger gemeldet oder proaktiv durch das FIT-SB identifiziert.

Bedarfsträger sind beispielsweise

  • für die Verwaltungsdigitalisierung zuständige Bundes- oder Landesministerien,
  • das Föderale IT-Architekturboard,
  • das FITKO Architekturmanagement,
  • das FITKO Produktmanagement
  • oder auch beauftragte Dienstleister.

Dabei kann ein Bedarfsträger sowohl eine einzelne Organisation der öffentlichen Verwaltung sein als auch auch eine Gruppe. Im letztgenannten Fall übernimmt normalerweise eine der beteiligten Organisationen (die „treibende Kraft“) die Leitung.

Föderales IT-Standardisierungsboard (FIT-SB)

Das FIT-SB steuert und überwacht den Lebenszyklus eines Föderalen IT-Standards. Insbesondere entscheidet es über dessen Umsetzung und empfiehlt dem IT-PLR die Verbindlichkeit eines Föderalen IT-Standards.

Im Lebenszyklus eines Föderalen IT-Standards hat das FIT-SB folgende Aufgaben:

Erklärtext für Infografik

Die Grafik ordnet Aufgaben des FIT-SB den Lebenszyklusphasen zu:

  1. Identifikation und Bedarfsmeldung
    Das FIT-SB steht als Ansprechpartner bei entstehenden Standardisierungsideen zur Verfügung. Es wirkt mit bei der proaktiven Identifizierung von IT-Standardisierungsbedarfen
  2. Aufnahme, Prüfung, Bewertung und Entscheidung
    Aufnahme, Prüfung und Bewertung von Standardisierungsbedarfen
  3. Umsetzung
    Das FIT-SB unterstützt bei der Planung und Durchführung der Umsetzung
  4. Genehmigung
    Die finale Umsetzung wird geprüft und eine Genehmigungsempfehlung vorbereitet
  5. Überführung in den Regelbetrieb
    Das FIT-SB wirkt bei der Auswahl der künftigen Betriebsorganisation mit
  6. Regelbetrieb und Monitoring
    Im Regelbetrieb werden Qualität und Quantität der Föderalen IT-Standards regelmäßig überprüft. Ergibt die Überprüfung, dass der Föderale IT-Standard nicht mehr benötigt wird oder dass dieser veraltet ist, dann wird eine Prüfung auf Dekommissionierung veranlasst
  7. Dekommissionierung
    Das FIT-SB begleitet die Dekommissionierung eines Föderalen IT-Standards
Mehr zum FIT-SB

Umsetzungsverantwortliche

Mit der Aufnahme eines Standardisierungsbedarfs auf die Standardisierungsagenda startet die Lebenszyklusphase der Umsetzung. Der Umsetzungsverantwortliche beauftragt die Realisierung des vom FIT-SB freigegebenen Standardisierungsbedarf.

Für die erfolgreiche Umsetzung eines IT-Standards hat es sich bewährt, die richtigen Stakeholder frühzeitig zu identifizieren und einzubinden. Dies steigert die spätere Akzeptanz für einen neuen IT-Standard.

IT-Planungsrat (IT-PLR)

Der IT-Planungsrat ist das Gremium, welches fertig entwickelte Föderalen IT-Standards prüft und genehmigt. Genehmigungen resultieren in verbindlichen oder empfohlenen Föderalen IT-Standards. Der IT-PLR trifft zudem einen Beschluss zur Finanzierung des Regelbetriebs.

Nach seiner Geschäftsordnung tagt der IT-Planungsrat üblicherweise in einem Rhythmus von drei Sitzungen im Jahr (Frühjahr, Sommer, Herbst).

Zur Website des IT-Planungsrats (öffnet in neuem Tab)

Betreiber

Der Betreiber überführt gemeinsam mit dem Umsetzungsverantwortlichen einen Föderalen IT-Standard in den Regelbetrieb und betreibt diesen anschließend. Am Ende des Lebenszyklus und nach Genehmigung des IT-PLR führt der Betreiber die Dekommissionierung durch.

FITKO

Die FITKO führt die Standardisierungsagenda und entwickelt diese weiter. Sie koordiniert außerdem das Zusammenwirken der genannten Rollen.