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Attribut Bezugsort am Objekt Leistungsbeschreibung

Hier wird der vierte ausgewählte Use Case im September vorgestellt. Dabei handelt es sich nicht um den einzigen bereitgestellten Use Case, sondern um einen ausgewählten Use Case mit konkreten Beispielen aus der Praxis. Der Anwendungsfall soll die Vorteile der 2.3.1 Version ebenso verständlich beschreiben, wie die Herausforderungen die sich eventuell bei dem Umstieg ergeben könnten.

Beschreibung des Use Cases

XZuFi 2.3.1 sieht gegenüber der Version 2.2. umfangreiche Erweiterungen am Objekt „Leistung“ vor. Unter anderem ist es möglich, der Leistung einen Bezugsorttyp zuzuweisen, um näher zu bestimmen, welcher Typ von Ort in der Zuständigkeit verwendet wird. Anstatt des Wohnorts kann bspw. der Arbeitsort relevant sein.

Aus der XZuFi 2.3.1 Spezifikation, Seite 262:

• Neues optionales Element Leistung.bezugsortTyp mit Choice zwischen Code von leistungsbzeugsorttyp und dem Element nichtGelisteterWert erstellt

• Neue Klasse als Choice für Codeliste leistungsbzeugsorttyp und Element nichtGelisteterWert. Für Code.LeistungsbezugsortTyp (Typ3-Beziehung) mit Version 1 der Codeliste erstellt.

Eine prinzipielle Verpflichtung der Nutzung des Anwendungsfalls besteht nicht, die Angabe des Attributs ist optional. Durch die Verwendung des Bezugsorts bei der Zuständigkeitsfindung in Portalen oder Onlinediensten steigt die Zufriedenheit der Nutzenden.

Zielsetzung

Neben der genauen Zuständigkeitsfindung (bspw. geoabasierten Zuständigkeitsfindung) spielt in vielen Verwaltungsleistungen der Bezugsort eine Rolle. So ist es beispielsweise für die Zuständigkeitsfindung für die Beantragung der Ausfuhr einer 100 Jahre alten Violine für den Einsatz bei einem Konzert in Brasilien weniger relevant, wo der Wohnort der Antragstellenden ist, sondern man möchte wissen, wo sich das Kulturgut befindet. Mit XZuFi 2.3.1 ist es nun möglich, den Bezugsort als Attribut der Leistung anzugeben. Es ist sowohl möglich, aus einer Codeliste mit Leistungsbezugsorten zu wählen oder einen nichtgelisteten Wert zu verwenden.

Aus der XZuFi 2.3.1 Spezifikation, Seite 82:

Ausschnitt aus der Spezifikation

Beispiel(e)

Nutzung des Bezugsortes bei der Zuständigkeitsfindung in Onlinediensten

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft stellt nachnutzenden Behörden über den Marktplatz für EfA-Leistungen den EfA-Onlinedienst „Ausfuhr von Kulturgütern“ zur Verfügung.

Bei der Beantragung einer Ausfuhrgenehmigung für Kulturgüter werden Ausfuhrangaben abgefragt. Für die Zuständigkeitsfindung ist es relevant, wo sich das Kulturgut zum Zeitpunkt der Antragstellung befindet.

Beispielhafte Darstellung eines Onlinedienstes

Beispielhafte Darstellung eines Onlinedienstes

Nutzung des Bezugsortes bei Suche in Verwaltungsportalen

Aktuell steht in den meisten Verwaltungsportalen eine Suche nach Leistung und/oder einem Ort zur Verfügung. Das Bundesportal weist beispielsweise daraufhin, dass in den meisten Fällen der Wohnort ausreicht oder der Ort der Inanspruchnahme der Leistung für die Suche gewählt werden kann. Andere Portale verweisen wiederum auf die Details der Leistungsbeschreibung, aus der die Zuständigkeitsfindung abgeleitet werden kann.

Beispielhafte Darstellung IM Bundesportal

Abb. Beispielhafte Darstellung der Suche in Bundesportal

Offene Klärungspunkte

1. Wie kann ich einen Typ von Bezugsorten nutzen, wenn dieser nicht in der Codeliste aufgeführt?

Für die Nutzung von Werten, die nicht Bestandteil der Codeliste sind, ist es möglich, einen nichtgelisteten Wert über den XZuFi-Standard zu übermitteln. Die Übertragung der Bezeichnung ist zwingend notwendig, damit Portale die Bezeichnung veröffentlichen können.

2. Wie kann ich andere Typen von Bezugsorten in die Codeliste aufnehmen lassen?

Herausgeberin der Codeliste ist die Geschäfts- und Koordinierungsstelle Föderales Informationsmanagement - Baustein Leistungen (GK FIM). Bei Änderungswünschen kann die Herausgeberin über die zentrale Support-Adresse per E-Mail (ticket@fimportal.de) kontaktiert werden.

3. Wie können die Bezugsorte in Portalen genutzt werden?

Portale müssen in der Lage sein, den Code für den Bezugsort auswerten zu können. Hierzu steht Ihnen die eine veröffentlichte Codeliste zur Verfügung. Nichtgelistete Werte können über XZuFi übertragen werden und müssen vom Portal interpretiert werden können. Aktuell steht in den meisten Verwaltungsportalen eine Suche nach Leistung und/oder einem Ort zur Verfügung. Das Bundesportal weist beispielsweise daraufhin, dass in den meisten Fällen der Wohnort ausreicht oder der Ort der Inanspruchnahme der Leistung für die Suche gewählt werden kann. Eine genaue Implementierung durch die Portale muss im Rahmen des Rollouts von XZuFi 2.3.1 vor der Nachnutzung des Attributs „Bezugsort“ geprüft werden.

Weitere Informationen

technische Details

Die XZuFi 2.3.1 Spezifikation sieht vor, dass neben der Codeliste für Typen von Bezugsorten auch nichtgelistete Werte übertragen werden können. Die Werte müssen nach DIN91379 dem DatatypC (alle normativen Schriftzeichen) entsprechen.