Gründung und Handlungsrahmen
Gründung
Am 15.12.2020 beauftragte die AL-OZG-Runde (heute: „Abteilungsleiterrunde“) die FITKO mit der Einrichtung eines föderalen IT-Architekturboards. Mit dem Beschluss reagierte die Abteilungsleiterrunde u.a. auf den Bedarf eines zielgerichteten Einsatzes der Konjunkturmittel, eines erhöhten Tempos in der OZG-Umsetzung und einer übergreifenden Fortentwicklung der dafür benötigten technischen Infrastruktur. Mit der Einrichtung des IT-Architekturboards wurde die Umsetzung des IT-Planungsratsbeschlusses 2019/46 (Projekte Digitalisierungsbudget) unterstützt. Mit dem Beschluss wurde u. a. der Aufbau eines föderalen IT-Architekturmanagements festgelegt, welcher auch die Etablierung eines Architekturboards umfasste. Im Februar 2021 fiel schließlich der Startschuss für das Föderale IT-Architekturboard. Bis zum 31.12.2022 unterstützte das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) die FITKO als Co-Vorsitz des Gremiums. Seit dem 01. Januar 2023 liegt der Vorsitz des FIT-AB bei der FITKO.
Fachlicher und organisatorischer Handlungsrahmen
Das Föderale IT-Architekturboard (FIT-AB) befasst sich mit diversen Aufgaben des Föderalen IT-Architekturmanagements (FIT-AM). Das FIT-AM ist ein Handlungsfeld im Wirkungsbereich des IT-Planungsrates. Als angewandte Disziplin leistet das FIT-AM durch die Dokumentation, Analyse, Planung und Umsetzung der Architektur der föderalen IT zentrale Wertbeiträge für eine wirkungsorientierte digitale Verwaltung im föderalen Kontext. In diesem Handlungsfeld agieren das FIT-AB und die für Architekturmanagement zuständige Funktionseinheit der FITKO – das FITKO AM – als die zentralen institutionelle Akteure (siehe unten). Sie gestalten in gemeinschaftlicher Verantwortung das FIT-AM als strategisches und operatives Instrument des IT-Planungsrates. Fokus ist dabei die Zusammenarbeit bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb der für ihre Aufgabenerfüllung benötigten IT-Infrastruktur (vgl. § 91c Grundgesetz). Die Gestaltung der internen IT-Architekturen des Bundes und der Länder (inkl. Kommunen) gehören nicht zum Zuständigkeitsbereich des FIT-AB.
Das durch Beschluss 2024/26 des IT-PLR wirksam gewordene Rahmenkonzept „Föderales IT-Architekturmanagement“ (v2.0) setzt die organisatorischen und fachlichen Rahmenbedingungen für das Wirken des FIT-AB und des FITKO AM im Föderalen IT-Architekturmanagement. Auf den folgenden Unterseiten werden einzelne fachlich-organisatorische Festlegung aus dem Rahmenkonzept vorgestellt. Für eine vertiefte Befassung mit den Zielen, den Aufgabenbereichen und Aufgaben, den organisatorischen Strukturen und Rollenverständnissen sowie Arbeitsformaten und Regelzuständigkeiten innerhalb des FIT-AM wird auf das Rahmenkonzept verwiesen.
FIT-AB in der Domäne des FIT-AM
Die untenstehende Abbildung gibt die grundlegenden Rollen und die organisatorische Struktur in der Domäne des Föderalen IT-Architekturmanagements (FIT-AM) wieder. Die zentralen institutionellen Akteure des FIT-AM sind das Föderale IT-Architekturboard (FIT-AB) und das FITKO IT-Architekturmanagement (FITKO AM). Letzteres ist als Funktions- bzw. Organisationseinheit bei der Föderalen IT-Kooperation (FITKO) angesiedelt. Das FIT-AB verantwortet im Benehmen mit dem FITKO-AM die fachliche Rahmenplanung der Aufgabenschwerpunkte. Die jeweiligen Kompetenzen und Befugnisse des FIT-AB und des FITKO AM werden durch Entscheidungen des IT-Planungsrats festgelegt.

Dem FIT-AB obliegt in letzter Instanz die Beratung des IT-Planungsrates (IT-PLR) und der Abteilungsleiterrunde (AL-Runde) zu Fragen der föderalen IT-Architektur. Im Binnenverhältnis des Föderalen IT-Architekturmanagements (grüne Fläche) fungiert das FIT-AB als zentrales Entscheidungsgremium, bewertet und priorisiert Handlungsoptionen und Anforderungen an die föderale IT-Architektur auf Grundlage fachlich und methodisch hinreichend fundierter Entscheidungsgrundlagen und legt diese dem IT-Planungsrat zum Beschluss vor. Über ihre jeweiligen Vertreter:innen im IT-Architekturboard bringen die Mitglieder des FIT-AB Bedarfe und Anforderungen an die föderale IT-Architektur in das FIT-AB ein, welches so das Zusammenspiel der IT des Bundes, der Länder und der Kommunen organisiert und weiterentwickelt. Um die strategischen Ziele des IT-PLR zu erreichen, arbeitet das FIT-AB mit weiteren Gremien zusammen, deren Arbeit Auswirkungen auf die föderale Architektur hat.
Das FITKO AM führt Architekturarbeit durch und fungiert als zentraler architektonisch-fachlicher, methodischer und technischer Wissensträger des Föderalen IT-Architekturmanagements. Es fungiert zudem als Schnittstelle des FIT-AM zu wesentlichen Anspruchsgruppen.