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Produktmanagement-Modell FIM (PM-Modell)

Redaktioneller Hinweis

Diese Seite befindet sich noch im Aufbau. Weitere Inhalte zur FIM-Gremienstruktur nach dem PM-Modell werden stetig ergänzt.

Das Föderale Informationsmanagement (FIM) verfolgt das Ziel, die Verwaltung moderner und strukturierter aufzustellen, damit Verwaltungsleistungen für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und die Verwaltung selbst besser beschreibbar werden. Um diese Wirkung langfristig zu sichern, braucht es neben durchdachter fachlicher Inhalte auch klare Strukturen. Dafür ist es essenziell festzulegen, wer was entscheidet, wer wofür zuständig ist und wie alle Beteiligten effektiv zusammenarbeiten.

Hinweis

Mit dem Beschluss 2024/51 der 45. Sitzung des IT-Planungsrats wurde das Produktmanagement-Modell (PM-Modell) als neue Steuerungs- und Governancestruktur für FIM eingeführt. Es schafft eine Balance zwischen operativer Entscheidungsfähigkeit und der föderalen Einbindung aller Länder.

Hintergrund​

Bestehende Unklarheiten in der Steuerung und den Strukturen von FIM gefährdeten die langfristige Wirksamkeit des Vorhabens im föderalen IT-Ökosystem. Das PM-Modell soll strukturierte Antworten auf Fragen zur strategischen Entscheidungsebene, Verantwortlichkeiten und operativen Umsetzung geben.

Aus den drei Steuerungsansätzen des PM-Modells wurde für FIM Steuerungsansatz 2 gewählt, in welchem die FITKO die Verantwortung mit Servicepartnern teilt. Das bindet vorhandene Expertise dauerhaft ein, klärt Zuständigkeiten und schafft eine handlungsfähige Verbindung zwischen strategischer Steuerung und operativer Umsetzung.

Gremienstruktur​

Organigramm der FIM-Gremienübersicht des PM-Modells: Veranschaulicht die strategische und operative Zusammenarbeitsstruktur zwischen dem zentralen Produktboard (aus Bund, Ländern und FITKO), dem beratenden Produktbeirat, dem ausführenden FITKO Produktteam sowie den angebundenen Servicepartnern und den verschiedenen Communitys und operativen Arbeitsgruppen.

Die Gremienstruktur des PM-Modells FIM gliedert sich in drei Ebenen:

EbeneGremienKernfunktion
StrategischProduktboard, ProduktbeiratEntscheiden und beraten
KoordinierendProduktteam, ServicepartnerSteuern und umsetzen
OperativOperative Arbeitsgruppen, CommunitysEntwickeln und austauschen

Ebenen​

Produktboard​

Steckbrief

Besetzung: Bund, Länder, FITKO, Bausteine
Stimmberechtigt: Bund, Länder (je eine Stimme)
Turnus: 3-4-mal jährlich
Hervorgegangen aus: Fachgruppe FIM (gemeinsam mit dem Produktbeirat)

Das Produktboard ist das zentrale Entscheidungsgremium für strategisch bedeutsame Vorhaben. Diese haben in der Regel einen Umsetzungshorizont von mehreren Monaten bis Jahren. Die strategischen Schwerpunkte und Vorgaben des IT-Planungsrats werden bei der Entscheidungsfindung stets berücksichtigt.

Aufgaben des Produktboards
  • Produktstrategie und FIM-Methodik festlegen.
  • Passung mit den strategischen Schwerpunkten des IT-Planungsrats sicherstellen.
  • Gesamtsteuerung, Budgetbewirtschaftung und strategisches Risikomanagement verantworten.
  • Strategische Initiativen priorisieren und Entscheidungen für den IT-Planungsrat vorbereiten.
  • Zielverfolgung und Monitoring (z. B. OKR, KPI) sicherstellen.
  • Als Eskalationsinstanz für das Produktteam fungieren.

Beteiligte Länder​

Mit dem Beschluss 2026/01-AL aus der 44. Sitzung der AL-Runde setzt sich das Produktboard aus den folgenden ständigen Mitgliedern zusammen:

  • 1 ständiges Mitglied des Bundes
  • 7 ständige Mitglieder der Länder
    • Baden-Württemberg (BW)
    • Bayern (BY)
    • Berlin (BE)
    • Hamburg (HH)
    • Mecklenburg-Vorpommern (MV)
    • Rheinland-Pfalz (RP)
    • Sachsen-Anhalt (ST)
Deutschlandkarte mit hervorgehobenen Bundesländern: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Mecklemburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt als ständige Mitglieder des Produktboards FIM.


Produktbeirat​

Steckbrief

Besetzung: Bund, Alle Länder, FITKO, Bausteine
Stimmberechtigt: Bund, Länder (je eine Stimme)
Turnus: Mindestens 1-mal jährlich in Präsenz, nach Bedarf
Hervorgegangen aus: Fachgruppe FIM (gemeinsam mit dem Produktboard)

Der Produktbeirat ist ein strategisches Gremium, welches die Länder mit einbeziehen und das Produktboard unterstützen soll. Er wird asynchron und stetig über das strategische Anforderungsmanagement beteiligt und kann Empfehlungen jederzeit einbringen.

Aufgaben des Produktbeirats
  • Produktboard bei Machbarkeitsanalysen neuer strategischer Anforderungen unterstützen.
  • Vorschläge zur Weiterentwicklung von FIM einbringen.
  • Bei erwarteten Auswirkungen auf Redaktionen mit fachlicher Expertise zur Seite stehen.
  • Bei Bedarf eine nicht stimmberechtigte Vertretung in Produktboard-Sitzungen entsenden.

Anforderungsmanagement​

Das Anforderungsmanagement ist ein strukturierter Prozess von der Bedarfsannahme bis zur Lieferung. Es hat eine reaktionsschnelle, partizipative und effiziente Produktentwicklung zum Ziel. Im Mittelpunkt steht die Einbindung von Bund, Ländern, Nutzenden, Communitys und weiteren Stakeholdern.

1. Dokumentieren

Anforderungen identifizieren und in GitLab erfassen.

2. Aufbereiten

Inhalte durch das Produktteam verständlich und lückenlos aufbereiten.

3. Priorisieren

Dringlichkeit zwischen Redaktionen und Produktteam abstimmen.

4. Zuordnen

Übergabe an Bausteine / operative Arbeitsgruppen zur Umsetzung vorbereiten.

Häufige Fragen für Mitwirkende​

Was hat sich bei den Gremien und Arbeitsgruppen geändert?​

Überleitung der Gremien und Arbeitsgruppen zum PM-Modell

Mit Einführung des PM-Modells sind die bisherigen Gremien und Arbeitsgruppen des FIM in neue Instanzen überführt worden. Nachfolgend wird die Zuordnung beschrieben.

Vor PM-Modell
Vor PM-Modell
PM-Modell (heute)
PM-Modell (heute)
Fachgruppe FIM
Fachgruppe FIM
UAG Leistungen
UAG Leistungen
Redaktionszirkel Baustein Leistungen
Redaktionszirkel Baustein Le...
GK FIM
GK FIM
z. B. ME-Austausch Datenfelder
z. B. ME-Austausch Datenfeld...
Produktboard
Produktboard
Produktbeirat
Produktbeirat
Produktmeeting Baustein Leistungen
Produktmeeting Baustein Leis...
Operative Arbeitsgruppen
Operative Arbeitsgruppen
Produktteam
Produktteam
Offene Communitys
Offene Communitys
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Vor PM-ModellPM-Modell (Heute)Art der Überleitung
Fachgruppe FIMProduktboard, ProduktbeiratAufspaltung der Fachgruppe FIM
GK FIMProduktteamUmbenennung
z. B. UAG LeistungenOperative ArbeitsgruppenEinordnung in die operative Ebene
Redaktionszirkel Baustein LeistungenProduktmeeting Baustein LeistungenUmbenennung und Einordnung in Ersteller-Communitys
z. B. ME-Austausch DatenfelderOffene CommunityEinordnung in Nutzende-Communitys

Wo kann ich mich informieren?​

Informationsmöglichkeiten
MöglichkeitKanal
MitredenOffener Austausch in regelmäßigen Terminen
MitschreibenGitLab & FIM-Doku (Backlogs, Decision Log, Übersicht der operativen Arbeitsgruppen)
NachfragenAnfrage ans Produktteam via ticket@fimportal.de

Wo und wie kann ich operativ mitarbeiten?​

Möglichkeiten zur Mitarbeit
MöglichkeitKanal
MitredenIm offenen Austausch informieren, mitentscheiden und Feedback geben.
MitwirkenAktiv an Nutzendenbefragungen und Usability-Tests teilnehmen.
MitarbeitenAn einer operativen Arbeitsgruppe teilnehmen und ein Thema befristet fokussieren.

Wie kann ich Anforderungen einbringen?​

Anforderungen einbringen
Empfehlung

Direkt in GitLab – Anforderungen als neues Issue in der Übersicht operativer Arbeitsgruppen im Backlog FIM anlegen.

Alternativ können Anforderungen verbal in Terminen angesprochen werden. In diesem Fall überträgt das Produktteam die Anforderung ins GitLab.

Ziel ist es alle Anforderungen der operativen Ebene an einem Ort sichtbar zu machen.

Wer trifft welche Entscheidungen?​

Entscheidungsebenen
  • Strategische Entscheidungen: Liegen allein beim Produktboard. Ein Abstimmungsbedarf mit der operativen Ebene besteht nicht.
  • Operative Entscheidungen: Werden vom Produktteam, den Bausteinen oder Redaktionen getroffen. Abstimmungen sind immer nötig, wenn Redaktionssysteme, Budget oder Abläufe betroffen sind.

Wie läuft der Entscheidungsprozess ab?​

Ablauf Entscheidungsprozess

Wenn Abstimmungen zwischen Redaktionen, Produktteam und Bausteinen notwendig sind läuft der Entscheidungsprozess schematisch wie folgt ab:

  1. Bedarf: Entscheidungsbedarf identifizieren und an das Produktteam kommunizieren.
  2. Vorlage: Entscheidungsvorlage gemeinsam durch den Initiator und das Produktteam aufbereiten.
  3. Versand: Vorlage an beteiligte Akteure, wie Redaktionen und die Bausteine versenden.
  4. Diskussion: Das Produktteam moderiert die Diskussion und Abstimmung im offenen Austausch.
  5. Dokumentation: Finale Entscheidung im operativen Beschlusstracking dokumentieren.

Wie erfahre ich von Entscheidungen?​

Entscheidungsmitteilungen

Das Produktteam informiert aktiv bei:

  • Neuen Anforderungen
  • Priorisieren von Anforderungen
  • Anfragen von Arbeitsständen
  • Offenen Entscheidungsbedarfen
  • Getroffenen Entscheidungen

Genutzt werden dabei die folgenden Kommunikationskanäle:

  • Offene Austauschtermine der Bausteine
  • Dokumentation in der GitLab und FIM-Doku
  • Auskunft aus Anfrage

Wie kann ich ein Thema an das Produktboard eskalieren?​

Eskalationsprozess
tipp

Grundsätzlich kann jede Redaktion, jeder Baustein oder das Produktteam ein Thema an das Produktboard eskalieren.

Eine Eskalation läuft schematisch wie folgt ab:

  1. Meldung: E-Mail mit dem Betreff „Eskalation Thema XY" und einer Erläuterung an ticket@fimportal.de senden.
  2. Weiterleitung: Das Produktteam nimmt das Thema auf und informiert den Vorsitz des Produktboards.
  3. Agenda: Der Vorsitz des Produktboards und das Produktteam stimmen gemeinsam die Agenda der nächsten Produktboardsitzung ab.
  4. Beirat: Bei Bedarf wird der Produktbeirat einberufen.
  5. Entscheidung: In der nächsten Produktboardsitzung trifft das Produktboard eine Entscheidung über das Thema.
  6. Dokumentation: Ergebnis im operativen Beschlusstracking dokumentieren und im offenen Austausch kommunizieren.