Aufwandsschätzung
Die Anbindung an FIT-Connect kann, je nach technischer Ausgangssituation, organisatorischen Rahmenbedingungen und eingesetzten IT-Systemen, unterschiedlich umfangreich ausfallen.
Ziel dieser Seite ist es, Behörden und IT-Dienstleistern einen Überblick über die zu erwartenden Aufwände, über deren Treiber und über mögliche Optionen zur Verringerung von Aufwänden zu geben, um dadurch die Transparenz und Planungssicherheit in Anbindungsprojekten zu erhöhen.
1. Kostenfreie Bestandteile
Die folgenden Leistungen der FITKO sind ohne zusätzliche Kosten nutzbar:
- Self-Service-Portal (SSP)
- Produktiv-, Staging- und Testumgebung
- SDKs für Java, .NET und JavaScript
- Dokumentation und Supportangebote
- Event-Log und Rückkanaltechnologien
- Nutzung der Destination-API, Routing-API und Submission-API
2. Wo typischerweise Aufwand entsteht ...
Der tatsächliche Aufwand hängt stark davon ab, wie die bestehende IT-Landschaft aussieht und wie viele Systeme angebunden werden sollen.
Mögliche Aufwandstreiber:
- Integration des SDKs in bestehende Fachverfahren
- Ergänzung oder Anpassung von Schnittstellen (z. B. SOAP → REST)
- Entwicklung von Routinglogiken
- Verarbeitung von Metadaten und Fachdaten
- Implementierung der Rückkanäle (falls benötigt)
- Testaufwände in den jeweiligen Systemen
- Zertifikatsmanagement und JWK-Erstellung
- Mandanten- oder Mehrsystemarchitekturen
3. Faktoren, die den Aufwand senken können
Anbindungen lassen sich effizienter umsetzen, wenn ...
- das SDK genutzt wird (empfohlen).
- Fachverfahren bereits moderne Schnittstellen besitzen.
- die Destination API für die Zustellpunktanlage genutzt wird.
- keine komplexen Rückkanäle implementiert werden müssen.
- bestehende Entwicklungen wiederverwendet werden können.
- Behörden und IT-Dienstleister erforderliche Rollen im SSP klar verteilt haben.
4. Wichtige Hinweise
- FIT-Connect selbst ist systemneutral und gibt keine technischen Vorgaben für Fachverfahren vor.
- FIT-Connect stellt die interoperable Infrastruktur bereit – die Integration erfolgt in den jeweiligen Systemen. Die Umsetzungskosten liegen nicht bei der FITKO.
- Aufwandsschätzungen müssen individuell durch Hersteller oder durch die interne IT erfolgen.
- Die Komplexität liegt meist nicht in FIT-Connect, sondern in der Anbindung an bestehende Systeme.
5. Abschließende Empfehlung
Für eine verlässliche Aufwandseinschätzung empfehlen wir:
- Frühzeitige technische Gespräche der Behörde mit dem IT-Dienstleister
- Überprüfung des technischen Reifegrads der beteiligten Systeme
- Überblick über tatsächlich benötigte Zustellpunkte und Rollen
- Kurzes Vor-Screening über die Testumgebung
6. Weiterführende Informationen
In unserer Dokumentation finden Sie Detailinformationen, die Ihnen bei der Schätzung der zu erwartenden Aufwände behilflich sein können:
6.1 Erfahrungswerte
- Konkrete Erfahrungswerte über die zu erwartenden Aufwände bei den einzelnen Anbindungsschritten finden Sie auf der Seite Schritt-für-Schritt-Anleitung.